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HHC in der österreichischen Hanflandschaft

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HHC in der österreichischen Hanflandschaft

Der Handel und die Produktion von HHC-Waren boomen seit Anfang 2022 in den USA. Es dauerte nicht lange, bis der Hype um den neuartigen Wirkstoff der Cannabispflanze diesen Sommer auch nach Europa schwappte.

Doch was ist HHC überhaupt? HHC oder genauer: Hexahydrocannabinol, wurde schon vor Jahrzenten in geringen Mengen als natürliches Cannabinoid in der Hanfpflanze festgestellt und isoliert. Erstmals gelang es Adam Rogers jedoch 1947 eine größere Menge dieses Wirkstoffs mittels einer Hydrierung aus natürlichem THC herzustellen.[1] Heutzutage wird HHC entweder aus einem natürlichen Hanf-Destillat hergestellt, oder aus THC synthetisiert.

Hexahydrocannabinol ist somit ein natürliches Derivat von Tetrahydrocannabinol (THC). Dies bedeutet, dass sich die beiden Wirkstoffe aus bio-chemischer Sichtweise sehr ähneln und sich nur Abseits ihrer Stammformel gering unterscheiden

Warum ist HHC in aller Munde?

Die Ähnlichkeit dieser beiden Cannabinoide spiegeln sich auch in deren (psychoaktiven) Wirkung auf den menschlichen Körper wider. HHC dockt ebenso wie THC an die Cannabinoid-Rezeptoren 1 des zentralen Nervensystems an und kann so eine Reihe von Wirkungen entfalten, wenngleich sich die benötigte Menge der Wirkstoffe deutlichen unterscheiden. So kann angenommen werden, dass HHC eine geringere Toxizität besitzt, da ein höherer Wirkstoffgehalt benötigt wird, um einen ähnlichen psychoaktiven Effekt zu erzielen.[1] HHC-Konsumenten sprechen dabei häufig von einer bis zu 25% geringeren Wirkung wie THC.

Medizinisch-gesundheitliche Aspekte

Die Studienlagen zum Thema HHC werden noch als zu gering eingestuft, um einen sicheren und breiten Katalog von Wirkungen und Nebenwirkungen anzulegen.

Nach derzeitigem Stand gibt es nur Erfahrungsberichte von HHC-Konsumenten, die HHC-Produkten eine ähnliche Wirkungsweise wie THC zuschreiben. Dazu zählen aber auch Nebenwirkungen wie: Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen.

Im medizinischen Bereich gibt es jedoch einige Studien aus Südkorea[1] und Japan[2], die auf einen möglichen positiven Effekt auf die Behandlung von Krebspatienten hindeuten.

Hierbei soll aber auch deutlich darauf verwiesen werden, dass der Wirkstoff Hexahydrocannabiol noch nicht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wurde.

Legalität und Produkte

Stand (November 2022) sind HHC-Produkte in Österreich und Deutschland frei verkäuflich und damit weder vom österreichischen noch vom deutschen Betäubungsmittelschutzgesetz als illegale Substanz eingestuft.

Dies hat zur Folge, dass eine Reihe von HHC-Produkten nun europaweit gehandelt werden. Dabei werden nicht nur Aromablüten und Aromaharz mit HHC angeboten, sondern auch Öle und andere Edibles wie etwa Gummibären mit entsprechendem HHC-Gehalt. Derzeit stehen aber HHC-Kartuschen und Vapes ganz hoch im Kurs. Nach unserem Rechtsverständnis sind diese jedoch – da es sich hierbei um ein offensichtliches Rauch-/Dampfprodukt handelt – als illegal einzustufen.

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